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Visualisierung mittels Storyboard - So funktioniert's

Im Rahmen der digitalen Entwicklung kommen manche bis dahin beinahe unbekannten Begriffe immer wieder vor. Einer dieser Begriffe ist zum Beispiel das Storyboard, welches auch im Zusammenhang mit Storytelling genutzt wird. Dabei ist mit dem englischen Begriff Storyboard schlicht ein Drehbuch oder das umfassende Konzept einer Idee gemeint. Besonders im Bereich E-Learning finden diese Begriffe ihre Anwendung, da ein solch komplexes System ein Konzept benötigt. Die Erstellung eines Storyboards erfordert eine detaillierte Planung, die verschiedene Faktoren beinhaltet. Mit der richtigen Herangehensweise ist dies aber nicht so schwierig, wie oft angenommen wird.

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E-Learning strukturiert angehen

Vor der Umsetzung und Einführung eines Projektes im Bereich E-Learning ist es sehr wichtig, dieses strukturiert anzugehen. Dafür ist ein Storyboard ein sehr nützliches Hilfsmittel; vor allem dann, wenn dieses von verschiedenen Mitarbeitern jeweils in groben Zügen erstellt wird. Jede Person hat ja bekanntlich eine andere Vorgehensweise. Somit ist es eher unwahrscheinlich, dass zum gleichen Thema zweimal das gleiche Storyboard erstellt wird. Oft lassen sich dann aber die einzelnen Ideen und Vorstellungen sehr gut miteinander kombinieren. Eigentlich handelt es sich hier um eine Art erweitertes Brainstorming. Nur ist ein Storyboard sehr viel praxisorientierter als ein Brainstorming. Damit ein Projekt im Bereich E-Learning wirklich erfolgreich werden kann, sollte deshalb zunächst einmal ein Storyboard korrekt erstellt werden. Dieses stellt dann den eigentlichen Bauplan dar und bildet damit die Grundlage für den späteren Erfolg des Projektes. Mit der Berücksichtigung einiger Tipps und Tricks ist es auch gar nicht schwer, ein Storyboard erfolgreich und sinnvoll zu gestalten.

Was ist ein Storyboard und wofür ist es wichtig?

Vor der Planung und der optimalen Erstellung eines Storyboards sei zunächst einmal der genaue Begriff erklärt. Von einem Storyboard ist immer dann die Rede, wenn eine Idee oder ein Konzept visualisiert werden soll. Ganz ursprünglich wurde ein Storyboard als Ergänzung zum Drehbuch beim Film eingesetzt. Dabei wurde die gesamte Idee zusätzlich zeichnerisch dargestellt. Ein Storyboard stellte daher eine Weiterentwicklung des Drehbuches dar, welches ja nur in schriftlicher Form vorlag. Beim Storyboard werden comic-artige Bilder verwendet und daher ist es nicht erstaunlich, dass die ursprüngliche Idee dafür auf die Disney-Studios zurückzuführen ist. Die Umsetzung der geschriebenen Geschichte in eine Visualisierung mittels des Storyboards ist bis heute für Filmproduktionen von grosser Bedeutung.

Darüber hinaus kommt ein Storyboard aber auch als eine Art Ordnungsmittel zum Einsatz. Dann handelt es sich um eine Kreativitätstechnik, die in ganz verschiedenen Bereichen genutzt werden kann. Ein sehr gutes und aktuelles Beispiel ist der Einsatz eines Storyboards beim E-Learning. Denn E-Learning benötigt ein Konzept, eine Story. Die Ideen können in bildlicher Form zur leichteren Bearbeitung aufbereitet und geordnet werden. Auch für die Erstellung einer Webseite eignet sich das Storyboard. Darin wird die Struktur der Seite mit ihren Unterseiten dargestellt. Darüber hinaus können auf diese Weise schon Verlinkungen, Bilder, Videos und andere Effekte eingeplant werden.

Die Planung eines Storyboards

Damit das Storyboard einen optimalen Nutzen bringt und nicht ständige Nacharbeiten erfordert, ist die richtige Planung wichtig. Die beteiligten Personen, die notwendigen Ressourcen und die genauen Vorstellungen sind dabei sehr wichtig. Das Ziel zu definieren, den Aufbau von Kursen zu planen und zu überlegen, ob die eigenen Vorstellungen umsetzbar sind, gehören dabei zu den ersten Arbeits¬schritten. Ein Storyboard will auch ein wenig geplant sein. Wenn Sie zu übereilt anfangen und keine Struktur einhalten, dauert die Planung und Erstellung eindeutig länger.

Die folgenden vier Schritte sind besonders wichtig für die Planung:

1. Das Team muss klar sein

Die Erstellung eines E-Learning-Projekts ist mit viel Arbeit verbunden. Deshalb ist es zunächst wichtig, dass die beteiligten Personen genau benannt sind und genug Zeit zur Verfügung steht. Die Aufgaben innerhalb des Projekts sollten auch klar definiert sein. Genau an dieser Stelle lässt sich schnell sehen, ob überhaupt genug Personen für ein erfolgreiches Team und ausreichend Zeit vorhanden sind. Ein genau benanntes Team mit klaren Aufgaben erleichtert die Erstellung des Storyboards und die spätere Umsetzung des Projekts.

2. Umsetzbarkeit genau prüfen

Wie viel Zeit und Geld stehen für das Projekt wirklich zur Verfügung? Es ist nicht immer möglich, E-Learning kurzfristig zu planen, umzusetzen und im Unternehmen zu integrieren. Daher sollte schon bei der Planung des Storyboards klar sein, welche Ressourcen vorhanden sind. Dann wird sich schnell zeigen, ob das Projekt wie gewünscht umsetzbar ist oder eben nicht. Interessant bei dieser Überlegung ist aber auch die Frage, ob wirklich alle Aufgaben intern erledigt werden sollen, oder ob ein Teil vielleicht extern bearbeitet werden kann. Dies erspart manchmal viel Ärger und zusätzliche Arbeitszeit. Bei komplexen Projekten ist ein solches Vorgehen oft sinnvoll.

3. Kurse und Module planen

Im Rahmen der Planung eines Storyboards ist es besonders wichtig, dass Sie direkt zu Beginn überlegen, welche Kurse enthalten sein sollen. Was genau soll per E-Learning vermittelt werden? Wie lassen sich die einzelnen Module sinnvoll strukturieren? Gibt es vielleicht besondere Wünsche und Anforderungen? Solche Dinge sollten zur Vermeidung von späteren aufwändigen Korrekturen im Vorfeld geklärt werden. An diesem Punkt sind auch Rückfragen bezüglich genauerer Vorstellungen zur Vermeidung von Missverständnissen sinnvoll.

4. Ein Tool für das Storyboard wählen

Bevor es jetzt wirklich an die Entwicklung geht, ist noch ein Tool für das Storyboard nötig. Word oder Power Point sind beliebte Programme zur Erstellung von Texten und Visualisierungen. Doch mittlerweile gibt es auch spezialisierte Programme, die zum Mindmapping verwendet werden können und für die Erstellung eines Storyboards sehr hilfreich sind. Sie helfen bei dessen detaillierter Gestaltung und sind dadurch für die Umsetzung des Projektes sehr nützlich.

Die Entwicklung des Storyboards

Dieser Punkt ist entscheidend für die Erstellung eines Storyboards. Nach guter und überlegter Planung geht es nun an seine Entwicklung. Im gewählten Dokument oder Tool ist am Ende im besten Fall ein sehr gut nutzbares Storyboard entstanden. Ein Projekt soll optimal visualisiert werden, ohne dass dafür unnötig viel Arbeit aufwendet werden muss. Es gibt einige Tipps, die die Entwicklung vereinfachen:

1. Vorlagen sinnvoll nutzen

Oft wird versucht, ein Storyboard ganz neu zu erfinden und dabei keine Hilfe zu nutzen. Ein solcher Versuch endet häufig in Frustration und führt dazu, dass die Entwicklung schliesslich sehr lange dauert. Besser ist es daher, sich eine passende und ansprechende Vorlage auszusuchen. Es gibt meistens bereits Vorlagen, die für die eigenen Bedürfnisse geeignet sind. Der wichtigste Gesichtspunkt dabei ist das jeweilige Format. Denn nicht jeder Anwender kann mit jedem Format gleich gut arbeiten. Dies sollte in jedem Fall beachtet werden.

2. So visuell wie möglich

Viele Kurse beim E-Learning zeichnen sich durch eine hohe Komplexität aus. Die Struktur der Kurse ist daher oft nur schwer zu verstehen. Es gibt dafür visuelle Landkarten in den Programmen. Diese ermöglichen eine deutlich bessere visuelle Gestaltung und eignen sich daher von der Grundidee sehr gut für komplexe Kurse. Es geht dabei um deren Darstellung und darum, wie die Teilnehmer sich darin zurechtfinden. Je nach Entscheidung und Lernstatus ergeben sich dabei unterschiedliche Möglich¬keiten. Einer visuellen Darstellung der Wege ist dann häufig viel einfacher zu folgen als Texten mit Verweisen in einer tabellarischen Form.

3. Details in Balance halten

Der Versuch von Darstellungen kleinster Details ist auch eher unverständlich. Natürlich sollen in einem Storyboard auch einige Details enthalten sein. Die Darstellung soll jedoch niemanden überfordern und möglichst übersichtlich sein.

4. Referenzen vereinfachen die Zuordnung

Damit ein Storyboard einfach zu nutzen ist, können die einzelnen Seiten für die Kurse mit Verweisen versehen werden. So ist es hinterher wesentlich leichter, die Seiten mit diesen Verweisen ohne Verwirrung aufzubauen und zu programmieren. Wichtig ist dann jedoch, dass es sich dabei um ein verständliches und einheitliches System handelt. Damit kann das Storyboard optimal erstellt und einfach in die Praxis umgesetzt werden.

Das Storyboard und die Umsetzung in die Praxis

Gewiss dient ein Storyboard erst einmal zur Vorstellung und zur Überprüfung der Möglichkeiten. Referenzen helfen dann bei der Umsetzung und es entsteht auf diese Weise zumindest ein Grundgerüst des späteren Programms. Allerdings kann es auch zu Testzwecken, zur Entwicklung und sogar zur Aufgabenverteilung genutzt werden. Nachfolgend einige Ideen für eine sinnvolle Umsetzung in die Praxis:

1. Genehmigung und genaue Überprüfung

Es ist immer empfehlenswert, eine Idee vor dem eigentlichen Start der Umsetzung und Entwicklung überprüfen zu lassen. Ob nun nur zur Überprüfung oder gleich zur Genehmigung: es ist wichtig, dass andere Teammitglieder oder Kunden das Storyboard zuvor einsehen. Nach dessen Genehmigung und der Berücksichtigung allfälliger Änderungen ist es dann leichter, das Projekt erfolgreich zu starten. Das fertige Storyboard hilft dabei, Fragen zu stellen und Anforderungen an den Aufbau oder das Design zu klären.

2. Änderungsvorschläge und Kommentare in einem einzigen Dokument sammeln

Früher war es teilweise üblich, Dokumente wie das Storyboard immer wieder zwischen Kunden und Unternehmung zu versenden und dabei Änderungswünsche anzubringen. Dies war aber oft sehr verwirrend, da die Kommentare oft nicht alle beachtet werden konnten. Wesentlich einfacher und effektiver ist es, alle Änderungen in einem einzigen Dokument zu sammeln. Dieses wird dann allen Beteiligten zur Verfügung gestellt. Für jeden Teilnehmer ist dadurch nachvollziehbar, welche Punkte noch nicht passen und zu überdenken sind.

3. Effizienter und übersichtlicher Arbeiten

Das Besondere an einem Storyboard ist auch, dass nach dessen Fertigstellung nicht unbedingt linear vorgegangen werden muss. Die Aufgaben können untereinander aufgeteilt werden. Das bedeutet z.B. auch, dass mit einem Modul am Ende oder in der Mitte eines Kurses gestartet werden kann. Dies bietet häufig eine wesentlich effizientere Arbeitsweise und dadurch Zeitersparnis. Das Storyboard eignet sich aber auch sehr gut dazu, bereits gelöste Aufgaben zu markieren. Es ist dann einfacher, den Überblick zu behalten und abzuschätzen, wer wann wieder Kapazitäten frei hat. So werden Ressourcen optimal genutzt.

Wichtige Tipps und Tricks zur erfolgreichen Erstellung

Ein Storyboard gilt mittlerweile bei weitem nicht mehr nur als kleine Visualisierungshilfe für ein Projekt. Häufig wird dessen Erstellung nämlich als erster Schritt eines grossen Projektes angesehen. Auf diese Weise können Ideen und Konzepte optimal durchdacht und differenziert dargestellt werden. Viele kreativ tätige Unternehmen fangen gar nicht erst mit der Umsetzung einer Idee in die Realität an, bevor nicht das Storyboard abgesegnet wurde. Kunden sehen sich ein dargestelltes Konzept an, teilen Änderungswünsche mit und erst im Anschluss wird mit der eigentlichen Arbeit begonnen. Ein solches Vorgehen betont die Bedeutung des Storyboards und seine Wichtigkeit bei der Realisierung umfangreicher Projekte, welche stets eine gründliche Vorbereitung benötigen.

Bei der Erstellung eines Storyboards sind einige Dinge besonders zu beachten:

• strukturiert vorgehen und zunächst einen guten Grundriss entwickeln
• die einzelnen Module detailliert, jedoch nicht zu detailliert darstellen
• passende Formate und Programme nutzen
• mit guten Vorlagen arbeiten
• Rücksprachen mit Kunden, Teammitgliedern und anderen Beteiligten halten
• Nicht zu kompliziert denken und lieber mit der Grundidee starten

Eine organisierte und gut durchdachte Vorgehensweise ist bei einem Storyboard sehr wichtig. Dieses sollte später einen wirklichen Nutzen bringen und nicht nur intern innerhalb einer Abteilung zum Einsatz kommen. Heute arbeiten viele Kunden ebenfalls gerne mit einem Storyboard, weil es sich um ein durchdachtes Konzept – einen eigentlichen Bauplan – handelt. Natürlich kostet die Erstellung vorerst zusätzliche Arbeitszeit und einige Überlegungen. Doch ein grösseres Projekt ohne Struktur zu beginnen oder mittendrin grundlegende Änderungen durchzuführen, dürfte sehr viel teurer werden. Nicht ohne Grund ist deshalb ein Storyboard äusserst nützlich und beliebt, und dies nicht nur beim Film, sondern auch in vielen kreativen Berufen oder bei der Programmierung komplexer Programme.