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Gamification - Nutzen & Ideen

In einem Spiel werden Punkte und Highscores als Ziel angesehen. Aufgaben wollen von den Spielfiguren gelöst werden und der Wettbewerb mit den anderen Spielern spornt zu Höchstleistungen an. Ein Blick auf andere Dinge oder eine fehlende Konzentration? Fehlanzeige! Genau diese Verhaltensweisen beim Spielen und der untersuchte positive Effekt auf das menschliche Gehirn können aber auch sehr sinnvoll eingesetzt werden. Das Stichwort Gamification bringt Spielelemente dort unter, wo sie eigentlich nicht erwartet werden. Genau mit dieser Vorgehensweise wird viel in den Bereichen Lernen oder Personal erreicht. Der Nutzen von Gamification ist oft noch nicht so bekannt, da noch zu wenige Ideen umgesetzt werden.

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Gamification: Eine Definition

Gamification ist nicht direkt auf Deutsch zu übersetzen. Es könnte etwa mit „verspielt“ oder einer „Gamifizierung“ übersetzt werden. Einfacher ist es daher zu erklären, dass mit Gamification Spielelemente gemeint sind, die in einem spielfremden Kontext genutzt werden. Es handelt sich somit nicht um ein richtiges Spiel, dafür aber um bestimmte Elemente, die normalerweise in Spielen vorkommen. Sinn davon ist eine stärkere Motivation der Spieler und um die höhere Bereitschaft, sich mit diesen Inhalten zu beschäftigen. Gamification kommt in verschiedenen Bereichen vor und wird gerade beim Lernen sowie im Bereich Personal gerne eingesetzt. Da die spielerischen Elemente eigentlich immer mit elektronischen Medien verbunden werden, ist Gamification auch stark mit eLearning verbunden. Gleiches meinen beide Begriffe aber nicht. Schliesslich bestehen grosse Unterschiede allein schon in der Herangehensweise an die Aufgaben.

So können bei der Gamification die einzelnen Elemente wie Highscores oder spezielle Aufgaben, die zu bewältigen sind, eingesetzt werden. Es wird noch intensiv in diesem Bereich geforscht. Fest steht aber jetzt schon, dass die Spielelemente für mehr Motivation sorgen. Sogar besseres lernen und ein leichteres Abrufen der Informationen ist mit dieser Methode sehr gut möglich. Vor allem zum Lernen von zum Beispiel Sprachen werden die verspielten Elemente gerne eingesetzt. Dann ist es leichter, die vielen Vokabeln ohne grosse Probleme zu lernen. Ausserdem wird in den Personalabteilungen immer weiter erkannt, welchen Nutzen Gamification hat. Egal ob zur leichteren Recruitierung von kompetenten Fachkräften oder zur Schulung von Mitarbeitern. Dabei steht fest, dass in den meisten Bereichen eben nicht das volle Potenzial genutzt wird.

Der Nutzen von Gamification

Die Spielelemente als unnütz zu bezeichnen und nur auf die Suchtgefahr hinzuweisen, erfasst nicht alle Abläufe. Denn Spielelemente wie bei der Gamification können nicht nur in Computerspielen oder in solchen Spielen in einem Casino eingesetzt werden. Interessant wird es eigentlich erst dann, wenn Gamification für verschiedene Bereiche voll genutzt wird. Die Motivation ist in jedem Fall deutlich höher und es ist sehr viel wahrscheinlicher, dass regelmässig und besser gelernt wird. Vor allem können die erlernten Dinge besser abgerufen werden. Sonst passiert es ja sehr oft, dass Dinge gelernt werden und nach wenigen Stunden oder Tagen sind die Inhalte schon aus dem Kurzzeitgedächtnis verschwunden. Daher ist es immer gut, wenn Methoden für ein besseres Abrufen der Inhalte oder zum leichteren Lernen genutzt werden. Es ist schliesslich nicht notwendig, es sich unnötig schwer zu machen.

Vor allem aufgrund der immer höheren Anforderungen in Bezug auf die Leistungsfähigkeit von jedem einzelnen macht es Sinn, für mehr Motivation zu sorgen. Sonst ist es gar nicht so leicht, die wichtigen Inhalte wirklich lernen zu wollen. So manchem kommt es zu viel vor und der Gedanke, gerne weniger lernen zu müssen, taucht dann auch nicht unbedingt selten auf. Der Nutzen von Gamification in Bezug auf eine höhere Motivation der Schüler und Studenten ist damit wirklich nicht zu unterschätzen. Doch auch in Unternehmen muss sehr viel gelernt werden. Gerade die verschiedenen Programme vor Ort erfordern viel Wissen und eine gute Schulung. Bei solchen Dingen kann dann Gamification ebenfalls eine Hilfe darstellen.

Nutzen für Schulen und Universitäten

Lernen ist und bleibt auch in einer fortschrittlichen, technologischen Welt sehr wichtig. Schliesslich müssen neben klassischen Dingen wie der Muttersprache, Mathe, Geographie, Wissenschaften und Politik auch Fremdsprachen erlernt werden. In der Universität ist es genauso wie in der Schule. Der Unterschied ist vielleicht noch, dass in der Universität noch ein wenig mehr zu lernen ist. Oder vielmehr: Es muss mehr auswendig gelernt werden. Mehr Vokabeln, mehr Dinge zum Lernen und allgemein mehr Dinge, die gewusst werden wollen. Dann macht es schon Sinn, auf einige Hilfsmittel zur Steigerung der Motivation zurückzugreifen. Der Nutzen von Gamification ist daher gerade für den Bereich des Lernens wirklich sehr gross. Beliebte und mögliche Einsatzmöglichkeiten beim Lernen sind:

Spielerische Elemente zum Lernen von Vokabeln und Redewendungen

Vor allem beim Erlernen von anderen Sprachen ist der Einsatz von Gamification sehr beliebt. Vokabeln können spielerisch eingeübt werden und auch ganze Dialoge oder Redewendungen werden mit einem Quiz, mit Spielfiguren am Computer und durch viele weitere Dinge eingeübt. Allein schon die Statusanzeige mit dem täglichen Soll von einer bestimmten Anzahl an Vokabeln motiviert dabei. Diese Zahl sollte natürlich nicht zu hoch angesetzt sein. Dann aber motiviert diese Zahl und will erreicht werden. Ein ausgesprochenes Lob vom Programm beim Erreichen der angesetzten Wörter motiviert genauso wie der direkte Vergleich in einem Ranking mit anderen. Daher gestaltet sich das Erlernen von Fremdsprachen tatsächlich wesentlich leichter und interessanter durch Gamification. Das die so erlernten Vokabeln auch noch leichter abzurufen sind, schadet dabei sicherlich ebenfalls nicht.

Punktevergabe bei den Aufgaben in Mathe

Warum ist gar nicht so klar – doch die Motivation beim Lösen von Aufgaben in Mathe ist oft nicht so gross. Daher ist es gerade für Schüler interessanter, wenn das Lösen solcher Aufgaben mit der Vergabe von Punkten gekoppelt ist. Auf diese Weise ist die Motivation grösser – im besten Fall gibt es noch ein Ranking mit den Ergebnissen der anderen. Jeder Schüler möchte dann sicherlich gerne an die Spitze des Rankings gelangen. Genau dafür ist Gamification daher sehr Interessant.

Kleine Rollenspiele für Inhalte aus Psychologie oder Pädagogik

Vor allem in den wissenschaftlichen Studiengängen und Fächern wie Psychologie oder Pädagogik muss immer viel auswendig gelernt werden. Die ganzen Theorien und Modelle sind dabei nicht unbedingt einfach zu behalten und erfordern zum Lernen einen hohen Zeitaufwand. Genau aus diesem Grund ist Gamification mit den spielerischen Elementen für solche Lerninhalte so interessant. Nur eine von vielen Möglichkeiten wäre ein Rollenspiel zum Einüben der Theorien. In einem Quiz können diese Dinge gut abgerufen und gelernt werden. Immer wieder auftretende, spezielle Aufgaben sorgen dafür, dass auch sehr komplexe Inhalte ohne grössere Probleme bewältigt werden.

Für Unternehmen: Gamification und der Einsatz

Im ersten Moment wird Gamification oft nur als interessant zum Einsatz beim Lernen angesehen. Dabei können die spielerischen Elemente noch mehr. Deshalb ist es auch so, dass Gamification ganz klar über das reine eLearning hinausgeht. Schliesslich geht es gar nicht nur um das Lernen an sich. Einige beliebte Optionen zum Einsatz in Unternehmen sind:

Rekrutierung neuer Mitarbeiter

Der Bereich HR (Human Resources) sieht sich gerade in den Zeiten des demographischen Wandels vor einer schwierigen Aufgabe. Es wird immer schwerer, qualifizierte Mitarbeiter für das Unternehmen zu finden. Schon längst sind nicht nur die Stellen in den Bereichen IT, Finanzen und als Ingenieur schwer zu besetzen. Diese Schwierigkeit wird oft genug unterschätzt. Es wird noch immer von den Zeiten ausgegangen, in denen die Suche nach Bewerbern leicht war. Doch vor allem die wirklich qualifizierten Menschen werden schon seit einiger Zeit immer wieder von Headhuntern von der jeweiligen Firma abgeworben. Das zeigt sehr deutlich, wie gross der Bedarf an gutem Personal in einigen Bereichen ist. Aufgrund der niedrigeren Geburtenrate und der Zunehmenden Alterung der Gesellschaft wird dieses Problem in Zukunft nicht gerade geringer werden.

Es ist daher von sehr grosser Bedeutung, dass ein Unternehmen das Recruiting wirklich gewissenhaft angeht. Sonst kann es sehr schnell passieren, dass die vielversprechenden Mitarbeiter fehlen und Stellen nicht richtig besetzt werden. Mit Gamification gehen die Unternehmen daher jetzt beim Recruiting neue Wege. Komplizierte Abläufe bei der Bewerbung in mehreren Schritten können durch ganz kleine Änderungen wie einem Statusbalken für den Fortschritt ansprechender werden. Das reicht allerdings noch nicht für eine wirkliche Motivation der potenziellen Bewerber. Mit Spielen zur Darstellung der Stärken, der Produkte und der Geschichte des Unternehmens ist aber ein positives Image möglich. Kleinere und grössere Spielelemente auf die Webseite und natürlich auch beim Bewerbungsprozess einzubauen macht daher mehr Lust auf die Bewerbung. Durch die Darstellung als modernes und offenes Unternehmen ist das Interesse der potenziellen Bewerber ganz sicher ebenfalls grösser. Mehr Bewerbungen bedeuten mehr Möglichkeiten und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sich wirklich gute Bewerber für die offenen Stellen melden.

Einarbeitung neuer Mitarbeiter

Die Einarbeitung in einen neuen Job kann bis zu einem gewissen Grad natürlich Spass machen. Meistens wird diese Zeit aber sowohl vom Arbeitnehmer als auch von den Kollegen und den Chefs als stressige Zeit angesehen. Denn der neue Mitarbeiter muss erst sehr viel Wissen aufarbeiten und ist am Anfang sicherlich noch nicht leistungsfähig. Darüber hinaus kann es schnell passieren, dass Fehler auftreten und diese sich unschön im Alltag des Unternehmens widerspiegeln. Deshalb ist es so wichtig, dass die Einarbeitungszeit möglichst kurz und spannend gestaltet wird.

Eine sehr gute und noch gar nicht so oft genutzte Option ist die Gestaltung der Einarbeitung mit spielerischen Elementen. Es können zum Beispiel Punkte für die Umsetzung und für das Durcharbeiten von bestimmten Inhalten vergeben werden. Oder bestimmte Teile der Einarbeitung wie das Erlernen von der Nutzung der Software im Unternehmen werden in Form von einem Quiz gestaltet. Weitere Optionen sind spezielle Aufgaben, die zwischendurch in die Einarbeitung eingestreut werden. Desto abwechslungsreicher und spielerischer diese Zeit gehalten wird, desto einfacher klappt es auch mit der Einarbeitung. Vor allem können die so vermittelten Inhalte dann im Anschluss wirklich besser von den neuen Mitarbeitern abgerufen werden.

Durchführung laufender Schulungen in dem Betrieb

In jedem Betrieb müssen immer wieder Schulungen durchgeführt werden. Es kann sich dabei um Anpassungen von bestehenden Programmen oder um spezielles Wissen zur Arbeitssicherheit oder zum Unternehmen handelt. Oder es wird vielleicht ein ganz neues Programm eingeführt. Neue Maschinen oder solche, die unter speziellen Voraussetzungen zu bedienen sind, gehören ebenfalls mit dazu. Jetzt können solche Schulungen sehr trocken gestaltet werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Teilnehmer im Anschluss wirklich wissen, wovon die Rede war oder diese Dinge gar umsetzen können, ist daher wirklich nicht so gross. Es ist daher durchaus die Mühe und die zusätzlichen Kosten wert, solche Schulungen mit spielerischen Elementen durchzuführen. Durch den Wettbewerb mit anderen Teilnehmern, Statusbalken für den Fortschritt oder durch den Erwerb von Punkten können sicherlich die Inhalte besser umgesetzt werden. Es geht schliesslich sehr stark um die jeweilige Motivation der Mitarbeiter.

Spielelemente und die menschliche Psychologie

Wirklich überraschend sind für viele die Ergebnisse von Untersuchungen der Spielelemente und dem menschlichen Gehirn. Neuropsychologen haben dabei nämlich einige Dinge herausgefunden, die sonst gar nicht so und nicht in dem Ausmass bekannt waren. Spielen macht nicht nur süchtig und sorgt dafür, dass keine Konzentration mehr auf andere Dinge gerichtet wird. Mittlerweile wurde aber sogar schon herausgefunden, dass beim Spielen die Lernfähigkeit an sich steigt. Das Hirn wird anders stimuliert und das Ergebnis ist zumindest in den Untersuchungen der Neuropsychologen wirklich sehr beachtlich.

Die wichtigsten drei Gründe für die Gamification:

Aktiveres Lernzentrum

Dieses Ergebnis ist wirklich sehr interessant. Denn es wurde herausgefunden, dass beim Spielen das Lernzentrum oder wohl eher der Hirnbereich Hippocampus aktiviert wird. Dadurch ist es leichter zu lernen und das Lernzentrum wird nachhaltig trainiert und verbessert.

Ein besseres Abstraktionsvermögen

Wer spielt, besitzt ein besseres Abstraktionsvermögen. Sogar die Konzentration wird verbessert und die Leistung vom Gedächtnis steigt. Wer spielt und Gamification nutzt, kann sich leichter erinnern und fördert nachhaltig die Konzentration. Daher ist der Ansatz der Gamification den Neuropsychologen zufolge nicht nur für junge, sondern gerade auch für ältere Nutzer sehr interessant. Im Alter lässt die Fähigkeit sich zu konzentrieren schliesslich stark nach. Da macht es dann Sinn, wenn die Fähigkeit spielerisch ein wenig mehr trainiert wird.

Ausschüttung von Glückshormonen

Wer spielt, schüttet Glückshormone aus. Endorphine sorgen dafür, dass mit den positiven Erlebnissen und den Belohnungen auch etwas positives verbunden wird. Mit dem Lernen wird durch die Spielelemente daher ebenfalls etwas positives verbunden. Die Motivation steigt durch die Erfahrung und die Lust auf eine Wiederholung steigt ebenfalls an.

Abgrenzung zwischen Gamification und Serious Games

Oft wird jetzt angenommen, dass Gamification quasi das gleiche meint wie ein richtiges Spiel. Eben nur mit einem anderen Inhalt oder für einen anderen Zweck wie es beim Lernen der Fall ist. Das ist aber so nicht ganz richtig. Daher macht es schon Sinn, ein wenig abzugrenzen. Gamification und Serious Games beispielsweise werden oft gleichgesetzt. Dabei meint Gamification aber ganz klar Spielelemente und eigentlich keine vollständigen Spiele. Es gibt je nach Komplexität auch da Ausnahmen. Doch in der Regel wird schon davon ausgegangen, dass Serious Games solche Spiele meint, die zum Spass ausgeführt werden. Diese Spiele sind nicht nur einzelne Elemente, sondern umfassend und komplex aufgebaut. Gute Beispiele wären Rollenspiele oder Ego Shooter Spiele. Bei solchen versetzten sich die Spieler ganz in ihre Spielfigur hinein und spielen zum Spass. Ein Lernen ist bei einer solchen Form des Spielens ganz sicher nicht besonders wichtig und wird nicht vorrangig durchgeführt. Ausserdem wird bewusst gespielt – mit Lernen hat ein Serious Game somit nichts zu tun und auch Elemente zur Werbung sind eher selten enthalten.

Gamification hingegen wird nicht für den Spass durchgeführt. Natürlich können die Spielelemente durchaus Spass machen und sollen das sogar. Aber es wird nicht rein zum Spass gespielt – vielmehr gibt es immer einen bestimmen Zweck, der verfolgt wird. Dieser Zweck wird an erster Stelle beachtet. Nicht immer fällt die Abgrenzung allein aufgrund der Spiele an sich so leicht. Denn auch Gamification könnte in einem vollständigen Spiel gespielt werden. Ganz klar unterscheiden sich aber dann die Bestandteile darin. So würden in einem normalen Spiel keine Elemente zum Lernen oder zu Zwecken von Marketing oder Imagebildung vorkommen. Vielleicht ist Gamification an ein Serious Game angelehnt. Es handelt sich aber in jedem Fall nicht um das gleiche. Der Unterschied ist in diesem Fall grösser und im Gegensatz zum elektronischen Lernen auch etwas leichter wahrzunehmen.

Gamification und eLearning

Es wird jetzt oft angenommen, dass Gamification und eLearning das gleiche in leicht verschiedenen Ausprägungen meinen. Schliesslich werden bei beiden Dingen auch elektronische Medien genutzt. Allerdings passt diese Annahme nicht. Dafür gibt es einfach zu viele Unterschiede. So ist eLearning zwar je nach Einsatzgebiet und Lernplattform ebenfalls interaktiv, doch spielerisch ist das elektronische Lernen eigentlich nicht. Es ist natürlich sehr gut möglich, dass eLearning mit den Möglichkeiten von der Gamification verknüpft wird. Das kommt aber in der Praxis noch gar nicht so oft vor. In diesem Bereich gibt es noch sehr viel Potenzial. Doch schon jetzt gibt es mit dem mylearncoach.ch durchaus Anbieter, die auf sehr ansprechende Weise eLearning mit Gamification verbinden.
Der Trend wird in Zukunft sicherlich noch sehr viel stärker in Richtung einer Verbindung der beiden modernen Lernformen gehen. Gamification ist aber mehr als nur ein reines Hilfsmittel zum Lernen. Das sollte daher ebenfalls erkannt werden. Denn Gamification kann auch in den Bereichen Recruiting, beim Marketing oder zur Förderung des Images von einem Unternehmen eingesetzt werden. Der Zweck und Einsatz ist damit bei weitem nicht auf das reine Lernen beschränkt.

In dem grösseren Einsatzgebiet und den verspielteren, noch interaktiveren Inhalten besteht sicherlich der grösste Unterschied von Gamification und eLearning. Daher können beide Dinge auch zusammen genutzt werden und erzielen gute Ergebnisse. Doch es ist auch möglich, dass Gamification vom grundsätzlichen Ansatz her mehr in Richtung von einem Spiel geht. Dann werden nicht nur Spielelemente genutzt, sondern es wird ein ganzheitlicher Ansatz zum Lernen verfolgt. Gamification hat aber genau wie eLearning das ganz klare Ziel, dass etwas in Sachen Lernen erreicht wird. Es wird also nie einfach so gespielt, sondern immer mit einem bestimmten Ziel.

Ideen rund um den Gamification-Start

Zunächst einmal müssen Betriebe genau wie Einrichtungen zum Lernen wie Schulen und Universitäten die Bedeutung und das Potenzial von Gamification erkennen. Im nächsten Schritt kann genau überlegt werden, in welchen Bereichen die Elemente am besten eingesetzt werden. Vor allem die Programmierung und Vermittlung ist oftmals am Anfang nicht ganz einfach. Es macht aber Sinn, die Gamification-Elemente ganz gezielt zu erwähnen und zu bewerben. Das kann auch auf einer Webseite der Fall sein. Lernen in Form von einem Quiz, von einem Wettbewerb oder mit der Nutzung von Punkten und Rankings gewinnt dann eine ganz neue Bedeutung. Zunächst einmal muss aber das Potenzial wirklich erkannt werden.

Dafür sollte zunächst einmal genauer überlegt werden, was überhaupt vermittelt wird und wo in diesem Bereich etwas verändert werden könnte. Mangelt es in einem mittelständischen oder grösseren Unternehmen zum Beispiel an qualifizierten Bewerbern? Oder geht es um das Lernen in der Schule oder der Universität und die Probleme damit? Nur wenn im ersten Schritt der Bedarf genauer erkannt wird, kann im nächsten Schritt wirklich gehandelt werden.

Einige klassische Spielelemente für die Gamification:

• Punktevergabe und Plätze im Ranking
• Team-Work durch Aufgaben fördern
• Fokus ganz klar auf das Spiel richten
• Die Statusanzeige
• Eine Story für das Spiel nutzen
• Feedback positiv halten
• Belohnungen und Titel aussprechen

Die Vergabe von Punkten, Belohnungen und Titeln motiviert und spornt dazu an, sich noch mehr Mühe zu geben. Das ist definitiv nicht zu unterschätzen. Sonst wird auch das für das Spielen so interessante Belohnungssystem nicht aktiviert. Bei einem Spiel ist darüber hinaus immer eine Story mit einem Spielziel vorhanden. Das wird vom Gehirn besser verarbeitet und regt auch einfach dazu an, sich noch mehr Mühe zu geben und mehr anzustrengen. Ganz wichtig ist bei komplexen Inhalten aber auch die Möglichkeit, Aufgaben einzustreuen. Dabei ist die Teamarbeit sehr wichtig und sollte nicht unterschätzt werden. Auf diese Weise kann der Zusammenhalt im Team sogar nachhaltig gefördert werden. Daher macht es immer Sinn genau zu überlegen, welche Möglichkeiten Gamification für den jeweiligen Bereich bietet. In der Regel sind die Möglichkeiten sehr vielseitig und werden oft noch gar nicht so sehr erkannt.